Wasser des Lebens

Der Whisky

Der Whisky ist eine Spirituose, die durch die Destillation aus Getreidemaische gewonnen wird und anschließend in einem Holzfass lagert und reift. So unsympathisch sich die reine Definition von Whisky liest, so aufregend, abwechslungsreich und fantasievoll ist der Whisky an sich. Nicht umsonst wird Whisky in Schottland und Irland als Wasser des Lebens bezeichnet.

Die Whisky-Geschichte

Kommt Whisky ursprünglich aus Irland oder aus Schottland? Das Ursprungsland steht bis heute nicht genau fest. Das Wort Whisky wird 1736 erstmals erwähnt und könnte vom schottisch-gälischen uisge beatha oder auch vom irischen uisce beatha abstammen. In beiden Fällen bedeutet es auf jeden Fall Wasser des Lebens.

Man geht davon aus, dass es die Kelten waren, die als erste eine klare Flüssigkeit destillierten – das aqua vitae, was ebenfalls wieder Wasser des Lebens bedeutet. Der erste Eintrag dieses Namens stammt bereits aus dem Jahr 1494.

Die ältesten, heute noch bestehenden Brennereien sind in Schottland Glenturret (1775) und Bowmore (1779) und in Irland Kilbeggan (1757). Whisky verbreitete sich über Auswanderer in die USA und wurde dort ebenfalls sehr populär.

Die Whisky-Herstellung

Ähnlich wie das Bier, kommt auch der Whisky im Grunde mit sehr wenigen und unspektakulären Zutaten bei der Herstellung aus: nämlich Wasser, Getreide und Hefe. Sie beeinflussen deshalb auch sehr stark den Geschmack des Produkts. Wasserqualität und Getreideart bestimmen maßgeblich den Charakter eines Whiskys.

Das Getreide wird mit Wasser und Hefe vergoren und zu einem Brand destilliert. Lagerung und Reifung kommen beim Whisky hohe Bedeutung zu. Meist werden Eichenholzfässer verwendet, die vorgeschriebene Mindestlagerungszeit beträgt drei Jahre. In der EU muss ein Whisky folgende Vorschriften erfüllen:

Ein Whisky muss durch Destillieren von Getreidemalzmaische gewonnen werden und zu einem Alkoholgehalt von weniger als 94,8 Volumenprozent destilliert werden. Außerdem gilt eine Mindestreifungszeit von drei Jahren in Holzfässern mit einem Fassungsvermögen von 700 Litern oder weniger. Am Ende muss ein Whisky einen Mindestalkoholgehalt von 40 Volumenprozent haben.

Die Whisky-Sorten

Es gibt viele verschiedene Whisky-Sorten. Einige Sorten sind lokale Produkte. So kommen Scotch Whiskys aus Schottland, Irish Whiskys aus Irland und Tennessee Whiskys aus Tennessee. Außerdem gibt es Sorten wie Bourbon, Blended, Grain, Rye oder Corn. Neben schottischen und irischen sind vor allem amerikanische Whiskys weltweit bekannt.

Whisky weltweit

Doch auch der Rest der Welt hat whiskytechnisch einiges zu bieten. Und manche exotische Perle steht den großen Marken in Geschmack und Qualität in nichts nach. Nennenswert sind zum Beispiel: Japanese Single Malt, Japanese Blended Whisky, Rye Whiskey aus Finnland, Single Malts aus Taiwan oder Blends aus Südafrika.

Deutsche Whiskys auf dem Vormarsch

Deutsche Whiskybrennereien besitzen zwar nicht die Tradition zum Beispiel schottischer oder irischer Brennereien, haben aber seit den 90er Jahren extrem stark an Bedeutung gewonnen. Viele deutsche Obstbrenner widmen sich mittlerweile verstärkt der Whiskyproduktion. Seit 2012 gibt es außerdem den Verband Deutscher Whiskybrenner (VDW) in dem aktuell fast 50 Brennereien in Deutschland organisiert sind. Für sie ist Whisky nicht nur das Wasser des Lebens, sondern Flüssiges Gold.

Wissenswertes über Whisky

Damit du auf der nächsten Feier mit Expertenwissen auftrumpfen kannst, gibt es hier ein paar spezielle Infos über Whisky (oder doch Whiskey? lies selbst).

Wusstest du, dass…

…die Schreibweise den Whisky in Herkunftsregionen einteilt? Stammt er aus den USA oder Irland ist es Whiskey. Kommt er dagegen aus Schottland, Japan, Deutschland und fast dem ganzen Rest der Welt, dann ist es Whisky.

…der erste schriftliche Beleg über Whisky-Herstellung aus dem Jahr 1494 stammt?

…das unlizenzierte Whisky-Brennen in Schottland früher als Volkskultur galt?

…sogenannte Nosing-Gläser die richtigen Gefäße für echten Whisky-Genuss sind? In diesen bauchigen Gläsern können sich die Whisky-Aromen besonders gut entfalten.

…neben den traditionellen Whisky-Ländern immer mehr europäische Länder das Whiskybrennen für sich entdecken. Vor allem in Deutschland, Österreich und Schweden sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Whiskys entstanden.

…einige berühmte Musiker gemeinsam mit Brennereien ihre eigenen Whiskys entwickelt haben? Der Whisky Heaven’s Door ist nach Bob Dylans Song ‘Knocking on Heaven’s Door’ benannt. Auch die Rocker von Motörhead und den Scorpions und der Rapper Drake sind Pate für Whiskys.

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